Hery Randriamaro

Ich bin Hery Randriamaro. Ich komme aus Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar. Vor etwa drei Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich in Deutschland  studieren werde. Zuerst konnte ich nicht deutsch. Die deutsche Sprache  war mir zu schwierig, und nebenher hatte ich keine Lust, sie zu  lernen. Ich kannte auch niemanden in Deutschland. Es war es einfach undenkbar. Aber weil ich gern chatte, habe ich auch auf Englisch mit Deutschen im Internet gechattet. Die Deutschen waren sehr nett zu mir. Es war für mich einfacher,  mit Deutschen zu chatten, als mit den anderen. Chat für Chat sind ein  paar Deutsche mehr einfache Mitchatter geworden. Und eines Tages habe  ich zufällig geschrieben: Ich könnte auch in Deutschland weiter studieren? Das war eine gute Idee für sie.

Dann habe ich an den Kursen des Goethe Zentrums teilgenommen, ohne wirklich zu wissen, was ich danach machen werde.  Die Lehrerin hat mir aber gesagt, dass ich die deutsche Sprache  schnell lernen kann, dass ich in Deutschland studieren sollte. Das hat sie mir gesagt, ohne dass sie von meinen ungenauen Plänen wusste. Sie hat mit mir dann über den DAAD gesprochen und hat mir eine Emailadresse einer Mitarbeiterin gegeben. Als dir mir gesagt hat, dass eine Promotion in  Deutschland für mich möglich ist, gab es für mich nur dieses  Ziel. Nur danach habe ich gestrebt. In  einem anderen Land zu promovieren, hatte für mich keine Bedeutung mehr. Warum ich so reagiert habe, kann ich nicht sachlich erklären. Es  ist, als ob etwas Unkonkretes mir gesagt hat, was zu tun ist, und ich habe einfach darauf vertraut.

Schritt für Schritt bin ich schließlich in Deutschland angekommen. Ich machen jetzt meine Promotion in  diskreter Mathematik an der Universität Marburg. In meiner Freizeit  chatte ich immer noch gern, aber diesmal besonders mit meiner Familie in Madagaskar. Ich habe leider nicht all die Deutschen getroffen, mit  den ich in Madagaskar gechattet habe. Nur den Deutschen Thorsten habe ich getroffen und mit ihm läuft die Freundlichkeit weiter. Andere  möchten wegen Gründe, die ihnen gehören, nicht mich treffen. Das  respektiere ich.