16. September 2008

Aller Anfang ist schwer

Geschrieben von Veronika Strnisková um 10:16

Es ist fast auf den Tag genau sieben Jahre her. Ich bin nach einer langen Busfahrt und einer anschließenden Zugfahrt mit viel Gepäck in Saarbrücken angekommen. Ich habe alles, was ich gut kannte und was mir lieb war, 1500 km hinter mir gelassen, um einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Es war eine mutige Entscheidung, aber auch eine, die ich nie bereut habe, obwohl ich nach sieben Jahre meine Familie und Heimatstadt genauso vermisse wie am ersten Tag hier in Saarbrücken.

Ich habe vom ersten Tag an fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Mein damaliger Mitbewohner, den ich über einen Bekannten kennen gelernt habe, holte mich am Bahnhof ab und zeigte mir die bis dahin völlig unbekannte Stadt. An der Universität traf ich überall nur zuvorkommende und freundliche Menschen, die mir geduldig alles erklärt haben. Natürlich musste ich in den ersten Tagen vieles erledigen – Krankenversicherung abschließen, mich immatrikulieren, Konto eröffnen und die Studienberatung aufsuchen. Aber das alles hat mir geholfen, die Stadt und die Universität langsam besser kennenzulernen, so dass ich mich schon nach ein paar Tagen gut zu Recht fand. Außerdem boten diese „Ausflüge“ an die Uni oder in die Stadt immer eine gute Gelegenheit, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Schon nach ein paar Tagen in Saarbrücken merkte ich, dass ich mich nicht mehr wie eine Touristin fühlte, sondern wie eine Studentin der hiesigen Universität. Ich gehörte auf einmal dazu. Da Saarbrücken eine relativ kleine Stadt ist, passierte es schon am Anfang häufig, dass ich in der Stadt mir mittlerweile bekannte Gesichter traf. Und es tat sehr gut, zu merken, dass die Bedienung im Supermarkt oder in der Bäckerei sich auch an mein Gesicht erinnert hat und wir von „Guten Tag“ zu „Hallo“ übergegangen sind.

Was ich damit sagen wollte: Nutzt die ersten Tage, bevor die Vorlesungen anfangen, und erkundet die neue Stadt und die Möglichkeiten, die sie bietet. Seht euch an der Universität um, damit ihr am ersten Vorlesungstag genau wisst, wo euer Hörsaal oder zum Beispiel die Mensa ist. Informiert euch genau über das Studium und die außeruniversitären Angebote, welche die Universität anbietet. Werdet aktiv und ich versichere euch, dass ihr schon bald viele Freunde haben und euch wohl fühlen werdet. Und lasst euch von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen, auch ich bin am Anfang mehrmals in den falschen Bus eingestiegen oder wurde bei einer Bank für nicht solvent genug befunden, um dort ein Konto zu eröffnen. Heutzutage hat diese Bank große Schwierigkeiten und musste von einer anderen übernommen werden. :lol:

Selbstverständlich erreichte auch mich irgendwann das Heimweh. Aber heutzutage gibt es dank der zahlreichen modernen Technologien so viele Möglichkeiten, wie man Heimweh nicht nur bekämpfen sondern auch vorbeugen kann. Ich bin seit meinem ersten Tag in Deutschland tagtäglich mit meinen Eltern per Email oder SMS in Kontakt. So weiß ich, dass es ihnen gut geht und sie wissen, dass es mir auch gut geht und sind beruhigt. Dafür bin ich der Technik sehr dankbar. ;-)

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gelungenen Start in das neue Wintersemester!

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2 Kommentare »

Hallo Veronika!
Es ist schön zu hören, dass es Dir in Deutschland gefällt und gut geht.;-)
Mein Studium fängt im Oktober an, also hab ich noch so gut wie fast zwei Wochen Zeit. Ich freue mich natürlich riesig, weil ich an meiner Traum-Uni das studieren werde, was mich unheimlich interessiert :-) Aber natürlich vermisse ich bereits jetzt meine Freunde und meine Familie die ich 1200 km hinter mir lasse, aber bin genau wie Du der modernen Technik und damit verbundenen Kommunikationsmöglichkeiten seehr dankbar… :-)
ich hoffe dass ich auch ausschließlich positive Erfahrungen mache :-P
herzlichen Glückwunsch zu Deinen Erfolgen und
ich wünsche Dir auch weiterhin noch viel Glück, Erfolg und Spaß!
liebe Grüsse
Martin aus der Slowakei ;-)

Kommentar von Martin verfasst 24. September 2008 um 10:10

Hallo Martin! Vielen Dank! Natürlich wünsche ich dir auch viel Erfolg und nen tollen Start ins das Studium! Wir sehen uns in zwei Wochen in Berlin! Bis dann und liebe Grüße!

Kommentar von Veronika Strnisková verfasst 25. September 2008 um 20:27

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