Geschrieben von Veronika Strnisková
um 09:05
Kommentare (2)
Da ich seit über einem Jahr eine Fernbeziehung führe, fahre ich regelmäßig mit der Bahn. Am Anfang hat immer alles super geklappt – keine Verspätungen, keine Zugausfälle und ich habe nicht verstanden, warum so viele Leute über die Bahn schimpfen. Doch in letzter Zeit (ungefähr seit Dezember letzten Jahres) sinkt meine Zufriedenheit stetig. Es fing alles mit einer kleinen Katastrophe an, an einem kalten Januartag, als der Regionalexpress nach Koblenz kurz vor Koblenz angehalten hat und wir gebeten wurden, auszusteigen. Wir standen dann ungefähr zwei Stunden in einer kalten Bahnhofshalle ohne Toiletten, in einem Ort, wo es keine Taxiunternehmen gab. Das schlimmste daran war, dass wir keinerlei Informationen hatten, wie und wann wir weiterkommen. Am Ende ging es dann doch mit dem RE weiter. Die Fahrt verlängerte sich für die meisten Reisenden um mehrere Stunden, ohne einen Anspruch auf Entschädigung. Sehr ärgerlich… Danach hatte ich leider regelmäßig Pech und war mehrmals wegen Zugausfällen oder Verspätungen statt der üblichen 4 Stunden 6-8 Stunden unterwegs! Mittlerweile weiß ich genau, dass der IC-Zug am Montagmorgen mit höchster Wahrscheinlichkeit den Anschlusszug in Koblenz nicht pünktlich erreicht. Und natürlich kann der Regionalexpress auch nicht auf uns warten, auch wenn oft nur 2 Min. gereicht hätten, um ihn noch zu bekommen. Alles wegen Verzögerungen im Betriebsablauf! Vielleicht wäre es in solchen Fällen angebracht, den Fahrplan der tatsächlichen Situation leicht anzupassen.
Wie ihr merkt, bin ich inzwischen über die Leistungen der DB leicht verärgert. Oft lässt auch der übrige Service zu Wünschen übrig (die Toiletten sind auch in den IC- oder EC-Zügen meistens eine Zumutung und viele Zugbegleiter sind unfreundlich). Fürs Zugfahren braucht man also gute Nerven und viel Zeit. Umso mehr hat mich die Nachricht gefreut, dass die Bahn nach einem neuen Gerichtsurteil auch bei Verspätungen im Regional- und Nahverkehr gewissen Ersatzansprüchen ausgesetzt werden kann.
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 10:02
Kommentare (0)
Manchmal hat man Glück und stößt nur durch Zufall auf sehr interessante Angebote. So war es auch bei mir, als ich beim Surfen im Internet die Ausschreibung einer bekannten internationalen Anwaltssozietät für einen Workshop im Bereich Mergers & Acquisitions entdeckt habe. Da dieser Bereich im Studium gar keine Rolle spielt, in der Praxis jedoch zu den wichtigsten Bereichen des Wirtschaftsrechts gehört, habe ich mich beworben.

Die berühmte KÖ in Düsseldorf
Vor drei Wochen war es dann soweit – ich kam voller Erwartungen nach Düsseldorf, wo der eintägige Workshop stattgefunden hat. Am Abend vor dem Workshop haben uns die Anwälte zum Kennenlernen in eine typische Düsseldorfer Kneipe eingeladen, wo das Alt in Strömen floss.
Nach diesem schönen gesellschaftlichen Abend wurden am nächsten Tag in den Büroräumen der Sozietät mehrere Vorträge zum Thema M&A präsentiert. Es kam sogar ein Anwalt aus London, um uns über die Eigenarten des englischen Rechts bei Übernahmen zu erzählen. Die Vorträge waren auf einem sehr hohem wissenschaftlichen und fachlichen Niveau; schließlich haben die Vortragenden z.B. die Fusion von Daimler Benz und Chrysler mitgestaltet. An diesem Tag habe ich sehr viel gelernt und bin dankbar dafür! Daneben war es mir möglich, persönliche Kontakte zu einer der Top-Anwaltssozietäten aufzubauen. Der Workshop war insgesamt nicht nur fachlich eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich würde jedem die Teilnahme an derartigen Weiterbildungsveranstaltungen weiter empfehlen. Falls ihr also im Laufe des Studiums eine solche Möglichkeit bekommt, lasst sie euch nicht entgehen!
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 10:32
Kommentare (1)
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–>
Die für mich kulinarisch schönste Jahreszeit hat begonnen. In allen Supermärkten findet man super aussehende und lecker riechende Erdbeeren und frischen Spargel zu einem akzeptablen Preis! Einem schönen Spargel-Menümit Erdbeeren zum Nachtisch steht also nichts mehr im Weg.

Lecker und gesund! (Quelle: http://www.huettenhilfe.de/wp-content/uploads/2007/05/spargel-aufgespiesst.jpg)
Schinken-Spargel-Röllchen als Vorspeise, Spargelcremesuppe, Spargel mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln und zum Abschluss eine Erdbeersahne-Torte!
Mein Traummenü für die Monate Mai-Juni. Bis jetzt ist es mir nie gelungen, dieses Menü komplett vorzubereiten (ist auch schwierig auf zwei kleinen Herdplatten). Aber manchmal reicht schon auch ein 1-Gericht-Menü für ein studentisches Gaumenfest. Spargel ist zwar relativ zeitaufwendig in der Vorbereitung (schälen), dafür aber leicht zu kochen. Im Internet findet man gute Tipps, wie der Spargel am besten gelingt. Ich bin davon überzeugt, dass es jeder schafft, leckeren Spargel zu kochen. Sauce Hollandaise gibt es mittlerweile überall zu kaufen und Kartoffeln zu schälen und zu kochen ist auch kein Meisterwerk.
Und falls ihr mal Lust auf einen leckeren Erdbeerkuchen habt und keinen Ofen besitzt, müsst ihr nicht sofort zum Bäcker laufen. Stattdessen könnt ihr euch euren eigenen leckeren Kuchen machen. Ihr braucht dazu lediglich einen Tortenboden, (Vanille-)Pudding, frische Erdbeeren und einen Tortenguss. Beim Discounter kriegt man diese Sachen alle für unter 5 Euro. Ihr kocht den Pudding, gebt ihn auf dem Tortenboden und lasst das Ganze etwa 1 Stunde im Kühlschrank fest werden. Dann einfach die Erdbeeren drauf und den Tortenguss drüber und wieder für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank zum Festwerden.
Probiert es mal aus! Kochen kann super entspannend sein und Selbstgemachtes schmeckt ja bekanntlich eh am besten!
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 10:18
Kommentare (0)
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–>
Am 9. Mai 1950 hat Robert Schuman seinen Vorschlag für ein Vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen vorgestellt. Diese Erklärung wurde zum Grundstein der Europäischen Union. Deswegen feiert man jetzt am 9. Mai jedes Jahr den Europatag. Da die Universität des Saarlandes eine starke Euroapausrichtung hat, fanden in der Europawoche vom 4. bis 8. Mai

Unser Stand (die Geschäftsführerin des Insituts mit einem angereisten Gast für eine Podiusmdiskussion, die leider auch ausfallen musste)
mehrere Veranstaltungen statt. Am Donnerstagnachmittag haben sich in einem großen Zelt die verschiedenen Fachrichtungen und studentischen Vereine vorgestellt. Dazu wurden die Schüler aus allen saarländischen Schulen eingeladen. Außerdem sollte auch die Presse vertreten sein. Deswegen haben sich meine Kollegen und ich als Vertreter des Europa-Instituts und der Ehemaligen-Vereinigung der Studenten des Europa-Instituts große Mühe gemacht. Schon im Voraus haben wir ein Quiz über die EU vorbereitet und zahlreiches Infomaterial organisiert. Am Donnerstagvormittag haben wir dann unseren Stand aufgebaut. Der Nachmittag verlief aber sehr enttäuschend. Es waren nur Schüler da, sonst kamen nur ein paar Studenten. Die meiste Zeit haben wir uns (ähnlich wie die Vertreter der anderen eingeladenen Institute und Vereinigungen) nur gelangweilt. Die Presse war auch nicht vor Ort, wie angekündigt wurde. Am schlimmsten fand ich aber, dass die offiziellen Uni-Vertreter die Veranstaltung im Zelt komplett ignoriert haben.

Nix los!
Das war echt schade… Im Rahmen des Europatages wurde außerdem zu mehreren Podiumsdiskussionen eingeladen. Dazu hat man teilweise Fachleute aus Brüssel oder Berlin eingeladen. Es war sehr peinlich, als einige dieser Diskussionen ausfallen mussten, weil kein einziger Mensch gekommen ist!
Die Idee mit dem Europatag seitens der Universität war nicht schlecht. Allerdings ist die Umsetzung komplett fehlgeschlagen. Vielleicht sollte man sich überlegen, ob ähnliche Veranstaltungen für Schüler nicht lieber vormittags in der Unterrichtszeit statt finden sollten. Sonst endet das schnell in einer großen Blamage wie letzten Donnerstag!
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 08:35
Kommentare (0)
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–>
In meinen sieben Jahren in Deutschland hat sich einiges in diesem Land geändert. Und leider nicht alles zum positiven! Insbesondere die aktuelle medizinische Versorgung halte ich für ziemlich chlecht. Ich kann mich nämlich noch an die Zeiten erinnern, wo Arztbesuche kostenlos und alle Patienten gleich waren. Und ganz zu schweigen von zahlreichen ärztlichen Leistungen, für die man jetzt (für einen Studenten) horrende Summen zahlen muss und die noch vor ein paar Jahren kostenlos waren.
Ich musste diese Woche zum Hautarzt, da mir ein eingewachsener Zehennagel Probleme macht. Ich habe in meiner Straße eine Gemeinschaftspraxis gefunden und habe da wegen eines Termins angerufen. Für die nächsten zwei Wochen waren natürlich keine Termine frei. Die Arzthelferin hat mir empfohlen, gleich um halb acht zu kommen und ein bisschen Zeit mitzubringen. Ich war schon kurz nach sieben da, es waren nur zwei andere Patienten vor mir. Ich wusste, dass ich trotzdem warten werde, weil die Patienten mit einem Termin natürlich Vorrang haben. Ich habe fast 3 Stunden gewartet, denn nicht nur die Patienten mit einem Termin, sondern auch die ganzen privatversicherten Rentner, die ohne Termin nach mir kamen, vor mir dran waren. Als ich endlich beim Arzt war, hat er sich nur wenig interessiert den Zeh angeschaut und mir eine Operation vorgeschlagen. Ich war von vornherein gegen eine OP (sehr schmerzhaft und nicht so berauschende Ergebnisse). Er hat sich außerdem in seinen Therapieempfehlungen widersprochen (einmal sagt er, ich soll den Zeh gar nicht anfassen und nur mit einem Haarfön trocknen und dann meinte er auf einmal, dass ich Watte unter den Zeh schieben soll). Meinem Wunsch nach einem Rezept für eine Nagelspange kam der Arzt auch nicht nach. Ich war enttäuscht und verärgert, gleichzeitig aber auch entschlossen, dass ich mir dieses Rezept besorge. Deswegen habe ich mir eine Überweisung zu einem anderen Hautarzt geholt (um mir weitere 10 Euro zu ersparen) und bin ein paar Häuser weiter zu einer anderen Hautärztin gegangen. Und ich hatte Glück – ich musste nur etwa 40 min warten. Sie hat meinen Zeh gereinigt, desinfiziert, mit einer Salbe behandelt und einen Diabetes-Test gemacht. Natürlich hat sie mir auch das Rezept für die Spange ausgestellt. Zum Schluss meinte sie nur, dass viele Ärzte keine Rezepte ausstellen wollen, weil sie nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung haben und eine OP ihnen mehr Geld bringt als ein Rezept auszustellen!!! So erreichte ich fast nach 5 Stunden doch noch mein Ziel. Allerdings nur, weil ich mich nicht abwimmeln ließ! Und leider habe ich nach dieser Erfahrung auch den Eindruck, dass einige Ärzte überfordert sind und in den Patienten nur Positionen der Verrechnungen mit den Krankenkassen sehen.
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 22:24
Kommentare (0)
Nach einem Jahr hatte ich wieder die Gelegenheit die größte Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit, die FIBO, zu besuchen. Nachdem ich dort letztes Jahr sehr viel Spaß hatte, fuhr ich auch letzten Samstag also nach Essen. Und .wurde wieder nicht enttäuscht. Auf der Messe wurde eine Vielzahl von neuen Fitness-Geräten präsentiert, die man natürlich alle ausprobieren konnte. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Am besten fand ich die einfachsten Geräte, zum Beispiel einen Massage-Hula hup-Reifen. Dieser massiert bei der traditionellen Hula hup-Bewegung den Magen und den Rücken. Ein sehr schönes Gefühl.
Sehr witzig waren auch die chinesischen Reitmaschinen, die zum Abnehmen geeignet sein sollen. Am meisten hat mich aber die Tatsache gefreut, dass die Messe sehr gut besucht wurde. Das zeigt, dass die Deutschen sehr sportbewusst sind und über neue Trends informiert werden wollen. Auf der Messe wurde jede halbe Stunde Aerobic und Spinning für alle angeboten – diese Kurse wurden bis auf den letzten Platz belegt!
Einer großen Beliebtheit bei den Messebesuchern erfreut sich jedes Jahr die Bodybuilding-Halle. In dieser Halle kann man sich nicht nur über Ernährungs- und Trainingstrends informieren, sondern auch mit professionellen Bodybuildern photographieren lassen.
Am Ende des Tages habe ich auch gespürt, etwas für meine Gesundheit getan zu haben. Meine Füße taten ziemlich weh, da das Messegelände riesig ist!
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 14:55
Kommentare (0)
Obwohl sich die Promotion dem Ende neigt, kann ich in den letzten Tagen dem schönen und warmen Wetter nicht widerstehen und verbringe immer ein paar Stunden in der Sonne. Anfang der Woche war die Hitze unerträglich und ich entschied mich, die Eissaison 2009 feierlich zu eröffnen. Nach meinen jahrelangen Erfahrungen in Deutschland weiß ich, dass ein normaler Eisbecher kaum zu schaffen ist, weil die Eis-, Sahne- und Obstmenge einfach gigantisch ist. Schon mehrmals ist mir passiert, dass die feierliche Eröffnung der Eissaison mit einem schönen Eisbecher mit Bauchschmerzen endete und zugleich auch das Ende der Eissaison für mich

Lecker Spaghetti-Eis
bedeutete, weil ich danach Eis einfach nicht mehr sehen konnte.
Deswegen bestellte ich diese Woche nur ein Kinder-Spaghetti-Eis. Und ich hatte wirklich was zu tun, um die ganze Portion aufzuessen. Dabei bin ich als „Fressmonster“
bekannt und das Mittagsessen lag auch schon ein paar Stunden zurück. Wie soll ein Kind soviel Eis/Sahne verspeisen? Das bleibt mir ein Rätsel. Auch meine Freundin hat sich mit ihrem Bananenbecher maßlos übernommen und ich musste ihr sogar noch helfen…
Die nächste Zeit essen wir nur eine Kugel Eis, bis wir uns wieder trauen, einen richtigen Becher zu bestellen, bzw. bis wir die Kalorien von dem letzten verbrannt haben.
Ich hoffe, dass ihr alle ein bisschen Zeit habt, um das schöne Wetter mit Freunden beim Eis essen zu genießen!
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 08:42
Kommentare (0)
… ist es ziemlich stressig. Zumindest bei mir.
Das letzte Kapitel ist nämlich aus meiner Sicht das Wichtigste. Denn ich muss Lösungen für das dargestellte Problem vorschlagen, die neue Ideen enthalten also im Vergleich mit der existierenden Literatur im gewissen Maße revolutionär sind. Und das ist gar nicht so einfach, denn natürlich müssen auch bei revolutionären Lösungsvorschlägen die Grundprinzipien und –methodiken des Rechts eingehalten werden. Leider bin ich im Allgemeinen nicht besonders kreativ. Und so kämpfe ich mich durch…
Zu diesen inhaltlichen Schwierigkeiten kommen dann noch formale Aufgaben. So wird es nämlich langsam Zeit, das schon Geschriebene Korrektur zu lesen oder lesen zu lassen. Denn je mehr Personen drüber gucken, desto weniger Sprachfehler bleiben unentdeckt. Und so habe ich schon mehrere Freunde und Kollegen gebeten, sich die ersten Kapitel anzuschauen. Ich bin wirklich sehr froh, dass alle bereit waren, mir zu helfen. Schließlich sind es bis jetzt 150 Seiten Text… Besonders für die Nichtjuristen wird es bestimmt keine einfache Lektüre sein. Am Ende, wenn alles vorbei ist, werde ich bestimmt allen ein Bier ausgeben!
Und schließlich muss ich auch noch die gesamte Arbeit aktualisieren. Vor 15 Monate, als ich anfing, sie zu schreiben, war nämlich noch einiges anders. Manchmal frage ich mich, ob die Promotion je ein (erfolgreiches) Ende nimmt.
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 12:43
Kommentare (0)
Ich mag Ostern sehr, weil sich die ganze Familie trifft und das Essen besonders lecker ist (hausgekochter Schinken, Meerrettich, hausgemachter Hefeteigkuchen).
Allerdings stellt Ostern für mich auch die brutalsten Feiertage des Jahres das. Das hängt mit den slowakischen Traditionen am Ostermontag zusammen. An diesem Tag bleiben die Frauen zu Hause und die Männer ziehen schon früh am Morgen los, um die weiblichen Familienangehörigen, Bekannten und Freundinnen zu besuchen. So harmlos, wie sich das anhört, ist der Männerbesuch leider nicht.
Die Männer sind bewaffnet mit Eimern, geflochtenen Weidenästen und billigen Parfüms. Sie klopfen (noch) ganz brav an der Tür und sobald eine Frau aufmacht, schnappen sie sich diese mit aller Gewalt und gießen ihr ein paar Eimer kaltes Wasser über den Kopf. Dann folgen meistens die Schläge mit den Weidenästen (sehr schmerzhaft, vor allem, weil die Kleidung schon nass ist). Zum Schluss noch ein paar Tropfen Parfüm… Das alles soll die Schönheit und die Gesundheit der Frauen festigen. Na ja…
Ich hatte in meiner Kindheit das Pech, einen älteren Bruder und viele (auch ältere und stärkere) Cousins zu haben, die eine besonders brutale und sadistische Ader hatten. Auf der anderen Seite hatte ich das Glück, dass wir in einer Wohnung in der Stadt und nicht auf dem Lande wohnten. Meine Besucher am Ostermontag durften unseren Laminatboden nicht nass machen, weswegen ich meistens in einer vollen Badewanne endete (natürlich angezogen)…
Nach diesem Ritual bekommen die Jungs/Männer was zu trinken und zu essen. Und natürlich ein Osterei zur Belohnung. Das war für mich immer unverständlich, denn ich musste nur leiden und bekam nichts.
Trotzdem mag ich Ostern sehr und freue mich immer, wenn ich die paar Tage mit meiner Familie verbringen kann.
Zur besseren Veranschaulichung meiner doch sehr abstrakten Ausführungen hier ein paar Links, unter denen ihr einen lebhaften Eindruck über den Ostermontag in der Slowakei bekommt:
http://www.youtube.com/watch?v=LtERsM5h1Tk&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=3FrQb_Yg0fU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=Qnp6Ysth7B8&feature=related
Geschrieben von Veronika Strnisková
um 14:57
Kommentare (0)
Ich habe mich immer wohl gefühlt in Saarbrücken, weil es eine multikulturelle, freundliche Stadt ist. Die Menschen sind meistens gutgelaunt und sehr zuvorkommend. Mittlerweile dachte ich, dass ich die Stadt nach fast sieben Jahren in ihren Einzelheiten kenne und mich nichts mehr schocken kann.
Ich habe mich aber geirrt. Als ich letztens zur Post ging, staunte ich an der Johanneskirche, die gleich gegenüber der Post ist, nicht schlecht. Über dem Eingang der Kirche leuchtete nämlich ein rotes Neonschild mit einem Bild einer Kirche und darunter der Aufschrift “Offen”. Meine erste Assoziation, als ich das Schild gesehen habe, hatte selbstverständlich nichts Kirchliches bzw. Geistiges an sich. Denn leider ist Saarbrücken (wahrscheinlich wegen der Grenznähe) auch fuer seine zahlreichen Rotlicht-Etablissements bekannt. Auf der anderen Seite weckte das Schild mein Interesse und obwohl ich nicht gläubig bin, ging ich in die Kirche rein. Wer weiß, was die

Kirche im Inneren zu bieten hat, wenn schon draußen so ein modernes Schild hängt!?
Und tatsächlich: die Kirche war innen drin genauso interessant wie von draußen. Denn sogar ich als Nichtkundige erkannte, dass in der Kirche Elemente mehrerer Religionen zu finden waren. Mein Gesichtsausdruck spiegelte anscheinend meine Verwirrung wider, da mich ein älterer Mensch gefragt hat, ob er mir weiter helfen kann. Ich habe ihn gefragt, was das genau fuer eine Kirche sei. Die Antwort, die ich bekommen habe, bestätigte nur meinen bisherigen Eindruc, nämlich dass Saarbrücken eine sympathische, weltoffene und moderne Stadt ist! Die Johanneskirche ist nämlich eine City-Kirche fuer alle Bewohner und Besucher von Saarbrücken ohne Rücksicht auf ihre Religionszugehörigkeit. Dieser edle Gedanke entschuldigt meiner Meinung nach auch das rote Neonschild an der Tür!
.