8. Februar 2010

Menschen, die Menschen helfen

Geschrieben von Olga Smirnova um 17:51
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Das sind keine Geschichten, das sind reale LEBEN, von realen Menschen.

  • Der ägyptische Blogger Karim Amer wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.
  • Bewaffnete Männer haben einem Bewohner von Lomas del Poleo im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua gedroht, ihn zu töten.
  • Der iranische Studentenführer Majid Tavakkoli ist in einem unfairen Gerichtsverfahren zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Who cares: Wem eigentlich ist es wichtig?

amnesty-international-goettingenKann man überhaupt den Menschen helfen, die in einem  ganz anderen Teil der Welt sind?

Sagt man, dass man nicht helfen kann – irrt man sich, das wird von Amnesty international auch mehrmals bewiesen und zwar bei der Arbeit, Mitwirkung, Mithilfe. An dieser Stelle sollte man aber die aktiven von den passiven Menschen unterscheiden.

Im Bereich Menschensolidarität unterscheidet man noch die Gruppe von Menschen, die die Gefühle der Anderen verstehen, die die Fähigkeit, sich in die Einstellung anderer Menschen einzufühlen besitzen, also emphatisch sind. (vgl. Duden – Das Fremdwörterbuch). Machen aber nicht immer etwas um die Situation zu ändern. Allein mitfühlen und mitleiden hilft leider nicht weiter. Etwas zu machen, heißt aber aktiv zu sein.

Aktive Menschen sehen die Möglichkeit das Leben zu beeinflussen, das Leben selbst ist anders, wenn man daran aktiv teilnimmt. Schließt man aber die Augen vor Ungerechtigkeit, vor Rechteverletzung – wird davon die Welt nicht besser, eher dunkler sein.

“Schmerz-blinde”, nenne man die Menschen, die sich von Mitwirkung zurückhalten, mit dem Motto: “Das betrifft mich nicht, also überlasse ich dem Feld jemandem”.

Amnesty international aus der Nähe: aktive empathische Menschen

Erstmals fragte ich mich was genau Amnesty International tut erst am 23. und 24. Januar an der Uni Göttingen, wo die Veranstaltung von sozial engagierten Organisationen stattgefunden hat. Am Stand von Amnesty International konnte man eine Petition unterschreiben, die das Leben der Menschen positiv beeinflussen könnte. Ich finde aber gut, das ich nach dem Unterschreiben kontaktiert wurde und zum regionalen Treffen eingeladen wurde, wo ich viel mehr von der Organisation erfahren konnte.

Sehe Video Kampf gegen Ungerechtigkeit

Yes we can: Zusammen kann man viel!

Man hat hier eine ganze Palette von verschiedenen Aktionen, von Kinoabenden, Vorlesungen, öffentlichen Veranstaltungen bis zu Newsletters, Artikeln, Rechtlichen Briefen. Hier funktioniert es aber alles etwas anders: Echter Kampf passiert bürokratisch auf dem Papier, langsam aber vorwärts. Mit Petitionsunterschrift, einem Brief oder einer E-Mail trägt man dazu bei, die Situation von akut bedrohten Menschen zu bessern.

Sehe Video The power of Signature

Heutzutage wird also die Rüstung mehr und mehr wissensorientiert, also je mehr man seine Rechte kennt, desto mehr Kraft hat man* (gilt aber nicht in jedem Land). Um in einen Kampf für Menschen einzutreten braucht man enorme Motivation und mehrere Kompetenzen, ist echte Heldentat. Unter Held wird jmd. verstanden, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt (vgl. 2000 Dudenverlag, Sat Wolf, Bayern). Also ist nicht jeder für ähnliche Leistungen geeignet, in den Kampf gegen die Ungerechtigkeit zu treten. Für nervenschwache Leute ist solche Tätigkeit natürlich ausgeschlossen.

Die Hauptfunktionen von Amnesty international sind die Rechte des Menschen selbst Menschen zu erklären, und denen, die sich an diese Rechte nicht halten verschiedenartig zu erklären wie man sich benehmen muss. Es schien mir auch interessant die Kooperation von Organisation mit Hochschulgruppen, Polizei, Bibliothek, Frauenschutzorganisationen und ähnliche Einrichtungen.

Es ist aber schwierig die Welt zur Veränderungen zu zwingen, allein schafft man das nie, da soll mehrere Leute mitmachen. Deshalb sind Einsteiger jederzeit willkommen, egal aus welchem Land, mit welcher Hintergrund, Hauptsache – aktiv, empatisch, mitwirkend.

Mehr unter: Amnesty.de

28. Januar 2010

Zeit für Arztbesuch

Geschrieben von Olga Smirnova um 10:37
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Zahnarzpraxis Z17

Vor einigen Tagen hatte ich eine Zahnfüllung verloren.  Ich sollte in Deutschland  lieber nichts hartes mehr essen ;-) .

Da ich nicht allein in dieser Welt mit Zähnen bin, hatte ich mal geklärt was sollte man in diese Situation machen. Wenn man keine Eile/Schmerzen hat, kann man auch bei Freunde/ Kommilitonen nachfragen und sich beraten lassen, war aber nicht mein Fall, deshalb recherchierte ich im Internet. Hier sind wichtige Schritte, die jedem weiterhelfen werden:

  1. Krankenversicherungsausweis finden;
  2. Versicherungskarte vorbereiten (EHIC);
  3. Zahnartzpraxis suchen, mit “Google maps“, kann man leicht die näherste Klinik wählen:
  4. Man muss anmelden, (s. die Internet Seite von Zahnarztpraxis), möglich ist Anmeldung per Skype oder per Email;
  5. Den Pass besser mitnehmen;
  6. 10 € dabei haben;
  7. Los geht’s!

Wie funktioniert es, oder Zahnpraxis in Deutschland:

formulare

Ich hatte ein Termin für Freitagnachmittag, hatte aber die Zahnaztpraxis an dem Tag nicht so schnell gefunden und dabei eine Verspätung gehabt, über die (wenn das vorkommt) besser benachrichtigen, das habe ich auch telefonisch gemacht. Beim erster Zahnarztbesuch muss man verschiedene Formulare ausfüllen, deshalb sollte man lieber früher kommen.

In Deutschland gilt die Praxisgebühr von 10 Euro für medizinischer Kosten, die man einmal pro Jahresviertel zahlen muss. Hat man darüber schon mal hier geschrieben.

Vor dem Termin musste ich überlegen wie sollte ich dem Arzt erklären, was genau er behandeln soll, dabei werden folgende Wörter von großer Bedeutung sein wie z.B.  Zahnfühlung (Plombe), Zahnfleisch, Wurzel (im Kiefer sitzender Teil des Zahnes), Anästhesie (Spritze gegen die Schmerzen) mehr Begriffe kann man hier finden.

Die Qualität der Service würde ich als sehr gut einschätzen, die Ärzte behandelten mich ganz gut, fragten ob alles klar ist. Ist auch aber ähnlich zu der Erfahrung, die ich in meine Heimatland hatte, der größere Unterschied ist die Patientenkarte, die ist computerisiert, was aber in Litauen nur in einzelnen Einrichtungen zu beobachten ist.

Das Prozedur wurde ohne Schmerzen durchgeführt, also sollte man keine Angst haben und den Gesundheitszustand schnell in Ordnung bringen.

21. Januar 2010

Semesterzeiten

Geschrieben von Olga Smirnova um 11:17
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Ja ja, so leben wir, die Studenten, Jahreszeiten ungeachtet, von Semester bis Semester. Trotz alledem die Information bezüglich die Semesterferien und Lehrveranstaltungen finde ich es besonders schwierig in Deutschland vorgelegt ist. Dabei werden es 4 Begriffe (vielleicht noch mehr) benutzt:

•    Beginn/Ende des Semesters;
•    Beginn/Ende der Lehrveranstaltungen;
•    Schulferien/ Vorlesungsfreier Zeit;
•    Rückmeldung.

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Es ist wichtig nicht nur wann das Semester beginnt, sondern wann die Lehrveranstaltungen beginnen, denn Sommer und Winter Semestern haben fast überall das gleiche Anfang. Bei uns an der uni blieb seit 2001 nicht verändert:

•    SoSe: 01.April
•    WiSe: 01.Oktober

Also ändern sich nur die Anfangszeiten von Lernveranstaltungen, davon hängt es auch ab ob es vorlesungsfreie Zeit gibt, z.B. die Woche nach Pfingsten. Ich persönlich im Sommersemester 2010 habe Beginn der Lehrveranstaltungen  am 06.April, und Ende der Lehrveranstaltungen am 09. Juli. Dabei muss man noch an der Begriff der Schulferien angehen, der auch als Kennzeichen für das vorlesungsfreier Zeit benutzt werden kann.

Es ist auch sehr wichtig nach jeder Semester anzumelden und Studienbeitrag zu Zahlen, das wird leider nicht automatisch gemacht. Man kriegt üblicherweise eine empfehlende Email Nachricht für die Rückmeldung. Falls es schwierig rückzumelden wird – schreibe ich später hier noch was darüber.

Schönen Tag noch an alle!

14. Januar 2010

Home, sweet home

Geschrieben von Olga Smirnova um 09:37
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Flughafen BremenJetzt bin ich aber durcheinander, denn “home” hatte bis jetzt nur eine Bedeutung für mich. Zwei Wochen habe ich zu Hause verbracht und bin erst gestern nach Deutschland angereist.

Beim Fahren fühlte ich mich psychologisch niedergeschmettert, mit meinem Haus zusammengesetzt, trotzdem während der Reise hatte ich mich nicht auf meine Emotionen konzentriert, sondern die Definition “Zuhause” analysiert, denn eben Heimweh verursachte ein Gefühl der Einsamkeit und Fremdheit, deprimierte mich.

Das Wort “Zuhause” hatte meinem Verständnis nach feste, genaue Assoziationen mit meinem Zimmer, mit Familie. Wenn man aber akzeptiert, dass das Zimmer nicht nur im Elternhaus sein kann, und dass Familie auch Freunde, Kommilitonen, Mitarbeiter oder MitVilnius (Litauen) Kathedralebewohner seien können bzw. die Menschen, mit denen man Alltagserlebnisse teilt, dann kommt man schnell zum erweiterten Verständnis der Definition von ” Zuhause”. Diese Gedanken haben mich endlich zu Idee gebracht, dass wie auch Wohnsitze, kann man auch mehrere Zuhause haben, ebenso kann man die Orte haben, die man als Zuhause bezeichnet, die eigentlich nicht unbedingt ein Form eines Hauses trägt. Für mich ist es die Hauptstadt Litauens (Vilnius) und der Kurort Litauens (Palanga).

Da fühle ich mich wohl, stehe mit beiden Füßen auf dem Boden, da jede Gebäude, jeder Mensch tief ins innere des Herzens eingeritzt ist. Diese Gedanken haben auch Anwendung gefunden am Ende meiner Reise, wobei ich meinen Verwandten SMS gerschickt habe, benachrichtigend, das ich schon zu Hause bin.

Trotz der Mehrheit der Heimorte muss ich mir selbst Home at Christmaswidersprechen, denn es gibt doch eine Prioritätenreihe, die zu Elternhaus zurückruft, die mit Nostalgie, mit Landessprache u.ä. zu tun hat. Am diesen Tag wollte ich in meinem richtigen Zuhause sein, denn die Orthodoxen feiern am 6. Januar Weihnachten, das man auch bei dieser Richtung der Christischer Religion mit Familie, Eltern und Geschwistern verbringt. Schade, dass Weihnachten in Deutschland nur Christisch-Katholisch angesehen ist, ausschließend die Möglichkeit für Orthodoxe wenigstens ein Feiertag mit Familie zu verbringen.

Das ganze Leben ist eben so, für Mehrheit geeignet… Das ollte man aber mit Verständnis beurteilen: Man kann nicht Feiertage aller Kulturen mitfeiern, man muss auch arbeiten :)

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