Besuch im Uniseum

22. January 2010 - 10:12 - 0 Comments by Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,
Liebe Constipendiaten,

Wie bereits angekündigt, waren wir also letztem Freitag im Uniseum. Obwohl die Führung mehrfach bestätigt und sogar bezahlt wurde, ist der Führer nicht erschienen. Jedoch erklärte sich eine junge Angestellte des Museums bereit uns dort zu führen. Wir lernten einiges von der Geschichte des Gebäudes und ein bißchen über einige Gegenstände. Es ist ja Schade, dass die Originalkarte des freiburger Studenten Martin Waldseemüller, überhaupt die erste in der die Neue Welt mit dem Namen „America“ bezeichnet wurde, nicht mehr da ist. Die Karte wurde nämlich für einen für solchen Stücken eher kleinen Betrag ausverkauft.

Desweiteren haben wir die Münzen, Bilder, usw. gesehen. Beim Anbetracht der Stücke aus der jesuitischen Zeit der Universität (17. und 18. Jhd.), nutzte ich die Gelegenheit nach der Möglichkeit einer Ausleihe der Gewänder zu fragen. Ich tat dies als wäre ich ein Prozeßzeuge, also mit bestem Wissen und Gewissen und nur der Wahrheit entsprechend. Die Führerin konnte das aber gar nicht verstehen. Vielleicht verkennt sie als Museumangestellterin, dass liturgische Geräte und Gewänder im Museumseigentum (die Lage ist i.d.R. anders wenn die Gegenstände nur im Besitz sind) in aller Welt noch zu besonderen Anläßen zur Verwendung geliehen werden. Trotzdem war unser Besuch schön und amüsierend.
Am Montag war ich wieder in Frankfurt. Zur Bestätigung meines künftigen Praktikums am mexikanischem Konsulat sollte ich eben persönlich dort erscheinen. Das Konsulat liegt in schöner Lage, gehäust in einem palastartigen Gebäude der vorletzten Jahrhundertwende (also 1900) neben der Alten Oper. Das Büro ist geräumig und es gibt zahlreichem, apropos sehr netten, Personal. Nach dem Interview mit dem Beisitzer-Konsul kehrte ich nach Freiburg zurück; eben am Montag waren alle Museeen, Ruinenstädten und ähnlichen geschlossen.
Ihnen und Euch wünsche ich noch alles Gute.

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