16. Oktober 2009

Goldener Oktober und eiskalter Winter

Geschrieben von Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff um 21:47

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,
Liebe Constipendiaten,

Seit Anfang dieser Woche, die letzte der vorlesungsfreien Zeit denn es sind keine richtigen Ferien, und einem Jahr und eine Woche nach meinem Ankunft in Freiburg, genieße ich auch ein für unsere heutige Gesellschaft typisches Kommunikationsmedium: ich habe ein Fernsehen.
Die 40 zur Verfügung stehenden Sender ermöglichen eine Fülle von Information, Spaß und viel mehr. Die Rundfunke Nord, West, Mittel, und Südwestdeutschlands geben gemeinsam mit BR ein Bild der täglichen Lage der Deutschen. Infolge, dass ich diese Woche meine Hausarbeiten fertig geschrieben habe, konnte ich natürlich in letzter Zeit zahlreiche Dokumentarfilme über die Motoren des QM2 und des Lebens im römischen Kastell Sallburg in Taunus; Liebesfilme aus den 50er Jahren; Westerns; und Sportturniere sehen. Am liebsten sehe ich aber Nachrichtensender. Selbstverständlich gehört auch die Tagesschau des Ersten Deutschen Fernsehens dazu.
So bin ich eigentlich rund um die Uhr, zwischen die Ausflüge in die Mensa und die Cafes mit hier oft erwähnten Komillitonen, die Analyse der justinianischen Konstitutionen am Institut, den mehreren Reisen ins Supermarkt (heute Früchte, gestern Milchprodukte und Brot, vorgestern Fisch und Süßwaren) und den abendlichen Gottesdienst, immer rund um die Uhr über das Geschehen der Welt informiert. Der Tag beginnt also mit dem World Report von CNN um 7:00 Uhr, dann die Lektüre der FAZ am Mittag nach dem Essen, und letzlich eben Tagesschau um acht. Unter anderen, neben dem Anschlag auf das Verteidigungsministerium in Pakistan, die Ausschließung von Herrn Sarassin aus dem Abteil Bargeld des Bundesbanks, die Wahl des neuen Vorsitzenden der Bergbau-Gewerkschaft, und die Reise eines kanadischen Clowns ins Weltall, kam auch die Nachricht des vorgerückten Ankunfts des Winters in Mitteleuropa.
Tatsächlich verehrte Leser, sie wissen das schon, von goldenem Oktober wurde es innerhalb von Stunden zum eiskalten Winter. Bei mir blieb der Oktober sehr goldig: die Hausarbeiten sind, nach meinem Gefühl gut gegangen, das Projekt läuft voran, die Sonne scheint wie immer ganz prächtig über Südbaden und erfüllt meinem Zimmer mit ihrer Kräfte und Wärme , aber, meine Damen und Herren, es gab doch etwas zu bedauern in diesem komischen Wechsel des Wetters. Mein Körper, oder vilemehr meine Gesundtheit, hat das einafch nicht ertragen, und so bin ich diese Woche, zum ersten Mal seit Monaten, krank geworden. Klat ist es aber doch, und zwar extrem kalt.
Am Dienstag, als die Sympthome immer eindeutiger wurden, hatte ich sogar an das schlimmste gedacht. Ich dachte, dass ich sogar Schweinegrippe haben könnte. Got sei dank, verließ mich dieser grausame Gedanke nach kurzer Zeit wieder, und so entschloß ich mich den ganzen Mittwoch zu Hause, in genessener Ruhe zu bleiben. Danach, und nach dem Verzehr eines „Hustensafts“ und eines „Hustentees“, die ich in der ehrwürdigen Löwenapotheke, vis a vis des Breuningers und sehr nah am Münster, erworben habe, bin ich, deo gratias, am Donnerstag wieder gesund gewesen.
Meine Damen und Herren, hoffentlich bleibe ich gesund und so werde ich Ihnen kommender Woche von den ersten Semestertagen berichten können. Bis bald.

  • Bookmark: Mr. Wong
  • Bookmark: Webnews
  • Bookmark: Oneview
  • Bookmark: Favoriten
  • Bookmark: Linkarena
  • Bookmark: Icio
  • Bookmark: Favit
  • Bookmark: Folkd
  • Bookmark: Yigg
  • Bookmark: Digg
  • Bookmark: Del.icio.us
  • Bookmark: Facebook
  • Bookmark: Reddit
  • Bookmark: StumbleUpon
  • Bookmark: Slashdot
  • Bookmark: Furl
  • Bookmark: Spurl
  • Bookmark: Google
  • Bookmark: Technorati
  • Bookmark: Newsvine

Keine Kommentare »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen