Frohlockende Vor-Adventsstimmung

27. November 2009 - 09:16 - 0 Comments by Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,
Liebe Constipendiaten,

Nun steht Weihnachten fast vor der Tür. Der nächste Sonntag ist schon der erste der Adventzeit. Seit Montag gibt es hier ein Freiburg wieder den Weihnachtsmarkt am Rathausplatz. Und so, liebe Leser, lässt sich eine kleine Veränderung in der Stimmung der Vorlesungen, der Komillitonen und Professoren erkennen. Seit ca. einer Woche sind alle irgendwie fröhlicher als sonst, und vor allem in Vergleich zu den letzten zwei düsteren (von der Wetterlage her) Wochen.

Man erzählt öfter Witze und die Professoren begegnen jegliche Fragen und Antworten, egal ob richtig oder falsch, mit einem heiteren Lächeln. Sei es in dem Petroleum-Tanker-Fall zur Anwendung des CISG, oder in dem DAAD-Stipendiaten-Fall (ein bekannter Fall im Verwaltungsrecht), oder aber in der Lüth-Entscheidung (des Bundesverfassungsgerichts zum Recht auf Bewegungsfreiheit), oder im Jungbullenfall (zur Unterscheidung der Vindikation von der Kondiktion), gibt es immer ein Lächeln.

Gestern nachmittag war es besonders bemerkenswert. Wie jeden Mittwoch hatte ich nach der Übung die Vorlesung in Römisches Recht. Der Professor K. hat sowieso immer sehr gute Laune, aber diesmal besonders gute. Danach ging ich zu der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Theologie zum Professor A. Hollerbach, einer der renommiertesten Juristen Freiburgs. Vielleicht durch die Natur eines feierlichen Aktes bestimmt, waren die Besucher besonders freundlich. Es gab leider sehr wenige Studenten. Eigentlich nur ich und unser Komillitone A., der mich begleitet hat, und die Kommunionshelferin des Münsters und die Hilfskräften von Herrn Prof. Bier, unser Kanonist. Infolge dass wir sehr kurz danach zu einem Vortrag über die Glossen des Sachsenspiegels gehen wollten, saßen wir alle rechtshistorisch interessierten in der hinteren Ecke des Saales. Die Emeriti des Rechtgeschichtlichen Instituts, sowie auch der Professor vB., mit dem ich Mediation hörte und der mir meinen Kalender geschenkt hat, und der Professor für Rechtsphilosophie H., waren auch da.
Danach, wie gesagt, nach der Laudatio gingen wir alle rasch zum anderen Vortrag. Dieser war hochinteressant. Ich habe u. a gelernt, wie man Digesten im Mittelalter abgekürzt hat. Und natürlich die gute Stimme ging weiter; von dem Leben des Glossators Johann von Buch, bis ins Kloster Altzella und der Burg Falkenstein…
Nun wünsche ich Ihnen und Euch alle noch eine schöne Woche.

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