29. September 2008

Die kleinen Unterschiede…

Geschrieben von Nienke Leeflang um 08:59
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Natürlich weiß man, dass es anders sein wird als zu Hause, wenn man ins Ausland zieht. Es ist von vornherein klar, dass man sich an ganz neue Dinge, Leute, Kulturen, an neues Essen und sonst alles Mögliche gewöhnen muss. Aber es überrascht mich doch immer wieder, wie einem kleine und große, positive und negative Unterschiede im neuen Wohnort auffallen.

Das gewöhnungsbedürftigste in Deutschland war für mich zuerst ma das Wetter. Als Südafrikanerin war ich den Sonnenschein und die Wärme gewohnt und hab mich bisher immer tierisch gefreut, wenn es geregnet hatte. Als die Sonne dann plötzlich tagelang verschwand, der Regen nicht mehr aufhörte und die Temperaturen immer weiter sanken, war mich plötzlich sehr klar geworden, dass ich nicht mehr zu Hause bin.

Noch etwas Neues war auf einmal eine ungewohnte persönliche Freiheit. Ich musste mir keine Sorgen mehr machen, wenn ich allein durch die Straßen schlenderte (und dies konnte ich plötzlich sogar auch NACHTS machen), keine Gedanken an den Alarm und den Elektrozaun verschwenden, und ob die Lichter alle an, die Türen und alle möglichen Riegel verschlossen sind.

Auch die alten deutschen Städte mit ihrer Geschichte und den schönen Häusern gefallen mir sehr, da ich sowas auch noch nicht kenne. Südafrika hat eine ganz andere Geschichte und die wenigen alten Gebäude, die es dort gibt, stammen aus der Kolonialzeit und wurden im späten 17. Jahrhundert gebaut. (Pretoria, meine Heimatsstadt wurde erst 1855 gegründet… :-D )

Und zuletzt ist mir aufgefallen, dass die Deutschen wohl auch gerne feieren. Es gibt unheimlich viele Volksfeste in Deutschland, wo ich auch zum ersten Mal ein Maß Bier gesehen und probiert habe ;-) .

In Konstanz fand am Wochenende das Suserfest statt, in München das Oktoberfest und ich bin mir sicher, noch viele mehr in allen möglichen deutschen Städten!!

26. September 2008

Nicht nur, wenn der Magen knurrt…

Geschrieben von Veronika Strnisková um 09:38
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Ich wache auf, es ist grau und ich kann die Kälte draußen schon im Bett spüren. Und auf dem Schreibtisch stapeln sich Paper, die gelesen oder bearbeitet werden wollen. Dazu kommen natürlich noch ein paar Termine und Veranstaltungen an der Uni. Ein harter Tag im Leben eines Studenten… ;-) Das Pflichtgefühl obsiegt und ich stehe etwas lustlos auf. Ich bin manchmal ein bisschen wetterfühlig. Oder faul, je nachdem wie genau und ehrlich man die eigenen Gemütszustände bezeichnet. 8-) An solchen Tagen kann mich nur eins motivieren – ein gutes Essen! Man sieht es mir nicht an, aber ich esse ziemlich gerne und auch viel. Und da ich meistens keine Zeit zum Kochen habe, esse ich in der Woche fast ausschließlich in unserer Mensa.

Die Mensa in Saarbrücken

Die Mensa in Saarbrücken

Die Mensa in Saarbrücken ist riesig, den grauen Beton schmücken an der einen oder anderen Stelle rote, blaue oder gelbe Streifen. Das Gebäude steht zwar unter Denkmalschutz, nichts desto trotz gibt es auf dem Campus aber bestimmt schönere Gebäude und Orte. Aber man geht ja nicht in die Mensa, um die Architektur zu bewundern. Also ich zumindest nicht. Ich gehe hin, um ein leckeres Essen zu genießen, Energie aufzutanken und um mich abzulenken. Schon früh am Morgen checke ich im Internet das Tagesmenü und überlege dann, worauf ich Lust habe – Schnitzel mit Pommes, Nudeln mit Spinatsoße, gekochtes Rindfleisch mit Meerrettichsoße, Dibbelabbes (eine saarländische Spezialität aus Kartoffeln) oder einfach nur Salat? Die Mensa bietet täglich sehr viele unterschiedliche Gerichte an. Da ist für jeden was dabei. Ich mag diese riesige Auswahl, weil sie mir ermöglicht, abwechslungsreich und dadurch auch gesund zu essen. Obwohl ich Schnitzel mit Pommes sehr mag, gönne ich es mir nur einmal in zwei Wochen. Gerne greife ich auch zu dem fettarmen Essen und runde es mit einem schönen Nachtisch in Form einer weniger fettarmen Quarkspeise ab. :lol: Und im Sommer tut es manchmal auch nur ein Salatteller. Dazu kommen die regelmäßigen Aktionen in der Mensa mit neuen, aufregenden Gerichten – der wöchentliche Spezialitätentag, an dem sich ein Land durch seine Studierende vorstellt und es ein landestypisches Gericht zu essen gibt oder Aktionswochen wie die Spargelwoche oder die Asiawoche.

mein Freitagsmenü - lecker!

Mein Freitagsmenü - lecker!

In den sieben Jahren, in denen ich regelmäßig in die Mensa gehe, ist es nicht einmal vorgekommen, dass das Essen schlecht geschmeckt hat. Natürlich ist es mit Mamas Küche nicht vergleichbar, aber für eine Großküche, die täglich ca. 4500 Essen ausgibt, ist es sogar sehr gut genießbar! Und obwohl das Essen im letzen Jahr teurer geworden ist, bleibt es für alle Studierende bezahlbar. Denn wo sonst kriegt man ein komplettes Menü mit einer Suppe, einem Fleischgericht, einem Salat und einer Nachspeise für 2,10€? Das vegetarische Menü ist sogar noch billiger.

Neben dem Aspekt der Nahrungsaufnahme steht bei jedem Mensabesuch auch der soziale Aspekt im Vordergrund. Keiner isst gerne allein und ich versuche, mich auch immer zu verabreden oder gehe mit meinen Kollegen essen. Wenn man jemanden zum quatschen hat, macht es einem auch nichts mehr aus, wenn man fünf Minute in der Schlange anstehen muss. Und nach dem Essen bietet sich dann noch ein kurzer Besuch im Mensacafé an. Und das alles kann man bequem in einer Stunde schaffen. Eine Stunde, die jeden kalten, grauen Oktobertag viel erträglicher macht! Dafür gebührt der netten und stets freundlichen Mensa-Crew ein großes Danke schön!

So, ich gehe dann mal essen. Guten Appetit allen!

24. September 2008

Ohne Mama und Papa

Geschrieben von Max Verdugo um 12:00
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Wenn wir an die Hilfe unserer Eltern gewöhnt sind, ist es natürlich viel leichter und wir müssen nicht viel selbst tun…denn unserer Papa und Mutti sind da, um uns zu helfen oder anraten. Aber wenn sie nicht da sind, ist es ganz anders.

Zweimal habe ich mich in Freiberg verlaufen und zwei Deutsche sind zu mir gekommen, um mir zu helfen, obwohl ich nichts gesagt habe (irgendwie haben sie gemerkt, dass ich Ausländer bin, vielleicht, weil ich einen Stadtplan in der Hand hatte haha). Was ich eigentlich meine ist, dass man nicht ängstlich oder schüchtern sein darf, sondern dass man immer fragen muss, wenn man nicht sicher ist. Es ist logisch, dass man nicht alle Wörter dieser Sprache kennt, aber trotztdem muss man versuchen was man möchte zu erklären. Es ist schön zu merken wie nett und hilfsbereit die Deutschen sind. Das einzige das man bedenken muss, ist, dass man die Deutschen nicht unterbrechen muss, es gefällt ihnen gar nicht!

Einige Hinweise: Am Anfang ist es das Beste, dass man sich um die Wohnungsuche kümmert, dazu ist ein Handy sehr nützlich, denn man kann Kontakte anrufen oder ein SMS schicken, um sich um eine Wohnung zu erkundigen oder mieten. Nachdem man eine Wohnung gefunden hat, bekommt man den Mietvertrag. Damit geht man zum Anmeldeamt um sich anzumelden, nacher kann man zur Bank gehen, um das Konto anzulegen, das müsst ihr vor Augen haben.

..und hier einige Bilder von meinem Zimmer…mmmm ich muss ihm noch weiter schmücken haha

 

23. September 2008

Juchuuuu!!

Geschrieben von Nienke Leeflang um 09:14
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Ich bin soo erleichtert. Die ganze Mühe hat sich gelohnt, denn ich habe ein tolles WG-Zimmer gefunden und kann Anfang Oktober einziehen. Zuerst schien es, als wenn ich nochmal von vorne anfangen müsste um wieder alle möglichen Nummern und Angebote abzuklappern. Nachdem ich gestern ein schönes und sonst immer schlimmere Zimmer angeschaut hatte, schienen die Chancen recht klein, dass ich das Zimmer bekommen würde. Aber irgendwie, (jemand meinte es wohl gut mit mir) hat es doch geklappt und ich bin ab Oktober Mitbewohnerin einer schönen, sehr zentral gelegenen Wohnung in der Habsburgerstraße in Freiburg.

Also mein einziger Ratschlag an alle, die das auch durchmachen: nicht Mut aufgeben, denn irgendwie findet man doch immer was!

Danach konnte ich mir Freiburg dann auch mal ganz entspannt anschauen und die wunderschöne Stadt richtig genießen. Hier ein paar Eindrücke für die, die noch nie da waren.

19. September 2008

Angekommen

Geschrieben von Max Verdugo um 13:39
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Grüß euch!

Bin schon mehr als eine Woche hier in Deutschland und möchte euch gerne, von was ich erlebt habe, schreiben. Im Moment habe ich leider keine Kamera um zu fotografieren, aber später werde ich euch einige Bildern zeigen ;-) .

Am Montag den 8. September bin ich in Berlin aus Chile nach 18 Fliegstunden angekommen, deswegen war ich sehr müde und bin dort 2 Tage geblieben um auszuruhen. Am Mitwoch bin ich mit der Bahn nach Freiberg (nicht Freiburg!) gefahren, um die Stadt kennen zu lernen. Um 18 Uhr habe ich Fränzi getroffen (sie ist meine Tutorin aus der Uni) und sind zusammen zu einem Grill ihrer Freunde gegangen :-D . Sie ist eine sehr nette Studentin der TU Bergakademie Freiberg, die BWL studiert und hat mir geholfen mich an die Stadt zu gewöhnen, neue Freunde kennen zu lernen und die Fragen, die ich von der Universität hatte, beantwort.

Die folgenden Tage, an denen ich in Freiberg war, habe ich mich um die Wohnungsuche, die Immatrikulation und die Aufenhaltserlaubnis gekümmert. Es war unmöglich für mich eine Wohnung aus Chile zu reservieren, denn ich konnte keine Kaution lassen und die Studentenwohnheime waren alle leider schon besetzt :-( . Fast alle WGs waren voll und die Wohnungen, die noch frei waren, waren zu teuer und niemand mochte sie.

Ich habe 4 Wohnungen besucht, bis ich das, was mir wirklich gefallen hat, gefunden habe :-P . Was ich zum Glüüück gekriegt habe, ist ein Zimmer für ungefähr 200.-€ in eine 2er WG in dem Campus der Uni mit 17m², eine kleine Küche, ein noch kleineres Bad und voll möbliert. Das finde ich toll, weil man so neue Leute kennen lernen kann!! Leider haben wir so was nicht in Chile…buhh haha

Freue mich schon auf das Seminar in Berlin!

Grüße aus Freiberg

Stress bei der Wohnungssuche!

Geschrieben von Nienke Leeflang um 08:44
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Die Freiburger Altstadt

Die Freiburger Altstadt

Man hat mich schon vor einiger Zeit gewarnt, dass es recht schwierig sein kann, eine Wohnung oder ein Zimmer in einer beliebten Uni-Stadt wie Freiburg zu finden. Vor allem braucht man Zeit und eigentlich müsste man auch recht flexibel sein. Leider hatte ich, seit ich Ende August in Deutschland gelandet bin, weder viel Zeit, noch kann ich meine Zeit selber einteilen, da ich unbedingt noch vor dem Studium ein Monat meines Krankenpflegepraktikums machen wollte. (Dies aber in Konstanz, 2.5 Stunden mit dem Zug von Freiburg entfernt)

Also muss es auch so gehen, dachte ich mir. Natürlich kam es aber ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Der Plan, ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime zu bekommen, hat nicht geklappt. Schon Anfang September war alles voll…

Naja, dann fing ich halt an, die Annoncen im Internet zu suchen. Zum Glück sind auf der Webseite des Studentenwerks einige dieser Seiten aufgelistet und so, dachte ich, würde ich bestimmt etwas finden.

Es ist aber wirklich schwieriger und stressiger, als ich es erwartet hatte, denn Glück spielt hier eine große Rolle. Einmal war ich schon in Freiburg, aber noch habe ich nichts gefunden. Ich nutze jedoch jetzt mein freies Wochenende, um erneut auf Suche zu gehen; die Zimmer, die noch nicht vergeben oder zu teuer sind, zu besichtigen und einfach zu hoffen, dass es diesmal besser klappt! (drückt mir die Daumen!!)

Markt in Freiburg

Markt in Freiburg

Dazu muss ich aber sagen, dass es auch nette Zufälle gibt. Einer der Krankenschwestern, mit der ich zur Zeit arbeite, kommt aus Freiburg und hilft mir wo sie kann. Auch habe ich erfahren, dass zwei Exschüler aus Pretoria auch in Freiburg wohnen und mir sogar schon einen Schlafplatz angeboten haben, falls ich bis zum Studienbeginn nichts finde.

Also warte ich jetzt einfach mal ab, was nun weiter passiert. Falls jemand gerade oder in Zukunft in der gleichen Lage stecken sollte, hier sind ein paar Links, die ganz hilfreich sind!!

Ich wünsche natürlich allen noch einen schönen Anfang, nicht zu viel Heimweh und liebe Grüße!

www.studenten-wg.de
www.WG-Zimmer.de
www.vierwaen.de

www.wg-gesucht.de
www.gast-freunde.de
www.wggruendung.de
www.wohnung-jetzt.de

16. September 2008

Aller Anfang ist schwer

Geschrieben von Veronika Strnisková um 10:16
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Es ist fast auf den Tag genau sieben Jahre her. Ich bin nach einer langen Busfahrt und einer anschließenden Zugfahrt mit viel Gepäck in Saarbrücken angekommen. Ich habe alles, was ich gut kannte und was mir lieb war, 1500 km hinter mir gelassen, um einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Es war eine mutige Entscheidung, aber auch eine, die ich nie bereut habe, obwohl ich nach sieben Jahre meine Familie und Heimatstadt genauso vermisse wie am ersten Tag hier in Saarbrücken.

Ich habe vom ersten Tag an fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Mein damaliger Mitbewohner, den ich über einen Bekannten kennen gelernt habe, holte mich am Bahnhof ab und zeigte mir die bis dahin völlig unbekannte Stadt. An der Universität traf ich überall nur zuvorkommende und freundliche Menschen, die mir geduldig alles erklärt haben. Natürlich musste ich in den ersten Tagen vieles erledigen – Krankenversicherung abschließen, mich immatrikulieren, Konto eröffnen und die Studienberatung aufsuchen. Aber das alles hat mir geholfen, die Stadt und die Universität langsam besser kennenzulernen, so dass ich mich schon nach ein paar Tagen gut zu Recht fand. Außerdem boten diese „Ausflüge“ an die Uni oder in die Stadt immer eine gute Gelegenheit, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Schon nach ein paar Tagen in Saarbrücken merkte ich, dass ich mich nicht mehr wie eine Touristin fühlte, sondern wie eine Studentin der hiesigen Universität. Ich gehörte auf einmal dazu. Da Saarbrücken eine relativ kleine Stadt ist, passierte es schon am Anfang häufig, dass ich in der Stadt mir mittlerweile bekannte Gesichter traf. Und es tat sehr gut, zu merken, dass die Bedienung im Supermarkt oder in der Bäckerei sich auch an mein Gesicht erinnert hat und wir von „Guten Tag“ zu „Hallo“ übergegangen sind.

Was ich damit sagen wollte: Nutzt die ersten Tage, bevor die Vorlesungen anfangen, und erkundet die neue Stadt und die Möglichkeiten, die sie bietet. Seht euch an der Universität um, damit ihr am ersten Vorlesungstag genau wisst, wo euer Hörsaal oder zum Beispiel die Mensa ist. Informiert euch genau über das Studium und die außeruniversitären Angebote, welche die Universität anbietet. Werdet aktiv und ich versichere euch, dass ihr schon bald viele Freunde haben und euch wohl fühlen werdet. Und lasst euch von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen, auch ich bin am Anfang mehrmals in den falschen Bus eingestiegen oder wurde bei einer Bank für nicht solvent genug befunden, um dort ein Konto zu eröffnen. Heutzutage hat diese Bank große Schwierigkeiten und musste von einer anderen übernommen werden. :lol:

Selbstverständlich erreichte auch mich irgendwann das Heimweh. Aber heutzutage gibt es dank der zahlreichen modernen Technologien so viele Möglichkeiten, wie man Heimweh nicht nur bekämpfen sondern auch vorbeugen kann. Ich bin seit meinem ersten Tag in Deutschland tagtäglich mit meinen Eltern per Email oder SMS in Kontakt. So weiß ich, dass es ihnen gut geht und sie wissen, dass es mir auch gut geht und sind beruhigt. Dafür bin ich der Technik sehr dankbar. ;-)

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gelungenen Start in das neue Wintersemester!

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