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Juan Alfonso Fuentes Soria
Zahnmediziner und Generalsekretär des Zentralamerikanischen Hochschulrats (CSUCA)
Jahresstipendium 1994 Universitätsklinikum Heidelberg
"Deutschland kennen zu lernen, war für mich sehr bereichernd: eine Gesellschaft, die es geschafft hat, die Krisen und Konflikte der Vergangenheit durch Dialog zu bewältigen."
Die Vereinheitlichung des zentralamerikanischen Hochschulsystems ist eines seiner wichtigsten Anliegen – Juan Alfonso Fuentes Soria will als Generalsekretär des Zentralamerikanischen Hochschulrats die Institutionen der Region international gut aufstellen. Eigentlich ist er Zahnmediziner, damit begann zumindest seine berufliche Laufbahn. Soria studierte, wurde Professor an der San Carlos Universität in Guatemala-Stadt und bald darauf Dekan im Bereich Zahnwissenschaft. Doch die Medizin allein genügte ihm nicht, er wandte sich der Hochschulpolitik zu. 1990 wurde der 1947 geborene Juan Soria Rektor der San Carlos Universität und im selben Jahr Präsident des Zentralamerikanischen Hochschulrats (CSUCA). Ein bisschen kurz und zu aufzählend
Sein erster Besuch in Deutschland fiel in seine Zeit als Rektor. Auf der vom DAAD geförderten Reise, an der Universitätsrektoren aus ganz Zentralamerika teilnahmen, reiste er drei Wochen lang durch Deutschland und besuchte Universitäten. „Wir haben viele Kontakte geknüpft, aus denen zahlreiche Kooperationsprojekte hervorgegangen sind“, sagt Fuentes. Der Aufenthalt bot auch kulturell Interessantes: „Es war eine große Bereicherung, Museen zu besuchen und Geburtshäuser deutscher Musiker und Philosophen, die zur Kultur der Menschheit viel beigetragen haben.“
Schon bald kam Fuentes ein zweites Mal nach Deutschland, 1994 mit einem Forschungsstipendium des DAAD. Drei Monate forschte er in Heidelberg, an der Kopfklinik des Universitätsklinikums. „Es war ein sehr intensiver Aufenthalt. Ich wollte vor allem einen Einblick in die Odontologie-Ausbildung zu bekommen, um diese in Guatemala effektiver zu gestalten und die Methoden auch auf andere Fächer zu übertragen“, sagt Fuentes.
Als er zurück nach Guatemala kam, herrschte dort noch Bürgerkrieg, erst 1996 wurde ein Friedensabkommen geschlossen. Fuentes setzte sich für ein neues Guatemala ein, er wurde Präsident der guatemaltekischen Menschenrechtskommission. „Deutschland kennen zu lernen, war für mich sehr bereichernd: eine Gesellschaft, die es geschafft hat, die Krisen und Konflikte der Vergangenheit durch Dialog zu bewältigen.“
Stand: 2011-07-18